Grafik- und Werbebüro awmultimedia Anke Wilke
 

TIPPS

Photoshop

Gradationskurve ▼
Die Steigung der Gradationskurve sagt sehr viel über den Kontrast in einem Bild aus.

Um eine Vorstellung von dem zu erhalten, was sich hinter dem Begriff „Gradation“ verbirgt, betrachten wir zunächst die Auswirkungen auf ein Graustufenbild. Wer Erfahrungen in der analogen Schwarzweiß-Dunkelkammer sammeln durfte, kennt den Begriff Gradation als Merkmal von Fotopapier. Das wurde früher (vor der Erfindung des Multi-Grade-Papiers, das alle Kontrastvariationen wiedergeben kann) in sechs verschiedenen Gradationen zwischen extraweich und extrahart angeboten. Der Unterschied zwischen den Abstufungen liegt in der Art und Weise, wie fein Tonwert- Nuancen in den Bildkontrasten erhalten bleiben.
Sie sehen hier einmal die sechs Kontrastvarianten nachgestellt. In der Gradationskurve verändert sich dabei die Länge und die Steigung der Geraden zwischen Anfangs- und Endpunkt. Die weichen Varianten zeigen kaum Kontraste, dafür aber viele Tonwertdetails, die harten Versionen kommen ohne Details in Tiefen und Lichtern aus und wirken eher grafisch-plakativ. Quelle: DOCMA



 


Farben

Farbsystematik der HKS-Druckfarben und RAL-Farben ▼
Für den Designer sind verschiedene Farbmodelle relevant. RGB für das Screendesign und CMYK für das Printdesign. „CMYK“ bedeutet, dass aus vier Grundfarben im Zusammendruck eine nahezu unüberschaubare Anzahl an Farben und Farbtönen gedruckt werden kann. Doch darüber hinaus gibt es so genannte „Sonderfarben“. Während Farbflächen im CMYK-Druckverfahren aufgerastert, also aus Rasterpunkten bestehend, wiedergegeben werden, werden Sonderfarben vollflächig gedruckt. DerFarbwirkung ist dem entsprechend intensiver und klarer. Die wichtigen Vollton-Farben sind nebenPantone gerade im deutschsprachigen Raum die HKS-Farben.

HKS-Farben als Volltonfarben für die Unternehmenskommunikation ▼
Meist kommen Sonderfarben im Druck zum Einsatz, wenn es um Unternehmensfarben geht bzw. umCorporate-Design-Farben. Man nennt sie auch „Hausfarben“, also Farben, die im Gestaltungssystem definiert sind, damit Logos und Erscheinungsbilder durchgängig wiedergegeben werden. Sonderfarben haben den Vorteil, dass die Farbwirkung bei der Neuauflage relativ einheitlich ist, während dem gegenüber der Vierfarbsatz aus CMYK größeren Schwankungen unterliegt – auch wenn moderne Technik dies etwas relativiert hat. Durch den Wegfall der Druckfilme ist auch ein Faktor für Farbschwankungen eliminiert worden. Außerdem hat die Digitaltechnik zu mehr Genauigkeit auch bei der Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit von Farbergebnissen geführt.

Digitaltechnik für mehr Farbgenauigkeit ▼
Ein bisschen hat sich der Einsatz der Sonderfarben nivelliert, weil früher mehr einfarbig oderzweifarbig gedruckt wurde und es auch spezielle Zweifarbmaschinen gibt, die meist schwarz plus eine Sonderfarbe druckten, zum Beispiel für Geschäftspapiere. Heutzutage sind Vierfarbmaschinen der Standard, mit denen die vier CMYK-Farben Cyan, Magenta, Yellow und Key (=Schwarz) gedruckt werden. Diese Farben kommen in der Regel von zwei Herstellern: Pantone ist international aufgestellt und HKS imdeutschsprachigen Raum ein traditionsreicher Standard. Neben diesen Farben – ursprünglich nur für Drucksachen, auch wenn sich die Einsatzzwecke zwischenzeitlich erweitert haben – gibt es einen weiteren Bereich: die RAL-Farben für Gebäude, Fahrzeuge und Innenräume.

RAL-Farben für Industrie, Architektur und Fahrzeugbeschriftung ▼
RAL normiert Farben für die Industrie und den farblichen „Großeinsatz“ zum Beispiel für Fahrzeugeoder die Kleidung der Bundeswehr. Pantone ist eine amerikanische Farbsystematik, RAL und HKS sind Farbstandards aus Deutschland. RAL hat wie alle anderen, die Farben normieren oder herstellen, inverschiedene Bereiche diversifiziert: RAL Effect enthält 420 Uni- und 70 Metallic-Farben. Zu jeder Farbkategorie mit 6 Unifarben gibt es eine Metallic-Farbe. Und RAL Plastics bietet 300 Farbtöne für Kunststoffe, davon 160 opake Farben, 40 transparente und 100 der beliebtesten RAL-Design-Farben.

Die klassischen RAL-Farben: Erst Farbsammlung, dann auch Farbsystem ▼
„RAL“ ist das Kürzel des 1925 gegründeten „Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen“, der Farben der deutschen Wirtschaft normieren sollte. Entsprechend war der RAL-Fächer kein Farbsystem, sondern eine reine Farbsammlung wichtiger, das heißt in Industrie, Verwaltung und Militär massenhaft auftretender, Farben. Beispiele dafür wären die Farben der Deutschen Reichsbahn, Nutzfahrzeug-Farben, Signal-Farben oder die Tarnfarben des Militärs. Am Anfang waren das gerade mal 40 Farben, inzwischen sind es im „RAL Classic“-Fächer 213. Die RAL-Farben wurden nach Farbarten durchnummeriert.
Das RAL-Nummerierungssystem setzt sich wie folgt zusammen:
»  1.000er-Nummern/Gelb
»  2.000/Orange
»  3.000/Rot
»  4.000/Violett
»  5.000/Blau
»  6.000/Grün
»  7.000/Grau
»  8.000/Braun
»  9000/Schwarz/Weiß



 


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